Beiträge von Uli Wallmann

    Inspiriert von Enzios Bericht möchte ich euch kurz meinen neuen Folder von Cyrus vorstellen:


    Es ist das Modell Mule, etwas schlanker als ursprünglich. Die Klinge hat 92 mm und ist aus C100V1 Stahl. Die Schalen sind aus Kamelknochen.


    Cyrus baut noch gelegentlich mal ein Messer, ist aber mit Job und Familie recht eingebunden.


    Gruß


    Uli

    Und hier das Zweite:


    Die Klinge ist von Mathias Maresch - San Mai, Außenlagen Damast und 1.2442 als Schneidlage. 11 cm lang bei 3,8 mm Stärke


    Die Montur ist aus Bronze, war erst sehr gelb, ist aber schon schön nachgedunkelt. Bubinga hatte ich schon lange nicht mehr verwendet, ist aber sehr schönes Holz - fettig, schwer und einfach zu bearbeiten (und riecht dazu noch gut beim Schleifen). Ist wohl etwas aus der Mode gekommen, früher sah man das mehr, meine ich.


    Dazu wieder eine sehr schöne Scheide von Arno.


    Ich denke, das Pärchen wir mich diesen Herbst nach Kanada begleiten, vielleicht bringt`s ja Glück.


    Danke fürs Schauen

    Ich habe ja lange nichts mehr vorgestellt. Heute war in der Post ein Paket von Arno und die Ergebnisse wollte ich euch nicht vorenthalten.


    Das Messer hat eine Klinge von Thomas Hauschild, 1.2442 Stahl, 11 cm lang bei 2,7 mm Klingenstärke. Zwinge und Endkappe sind aus dem gleichen Stücke Torsionsdamast, nur gegenläufig geschliffen.


    Für den Griff hatte ich lange in meinen Holzkisten gewühlt, eigentlich sollte es Wüsteneisenholz werden, da ist mir ein recht altes Stück Thuja in die Finger gekommen. Das habe ich auch nicht bereut, die Maserung ist super rausgekommen und in Verbindung mit der schlanken Klinge ist es ein sehr leichtes Messer geworden.


    Die schlichte Scheide von Arno rundet das Ganze noch mal ab. wie üblich perfekte Arbeit von Arno und ich freue mich schon auf den ersten Einsatz mit dem Messer.


    Danke fürs Schauen


    Gruß


    Uli

    Hallo Rolf,


    das war kein Haarriss, der nur die Optik betrifft, sondern eher ein Spannungsriss,der quer durch den ganzen Zahn ging. Das Stück wäre mir ohne Behandlung in zwei Hälften zerfallen.


    Das war eine Totsuche auf Reh, allerdings in tiefer Gangart durch den Schwarzdorn.

    Meistens muss man sich bei einem neuen Messer mühsam ein paar interessante Details einfallen lassen. Hier gings von ganz alleine.


    Erst mal ein paar Grunddaten - die Klinge ist 12,5cm lang und vonMathias Maresch, ich musste nur noch etwas finischen und den Erl zurechtstutzen.


    Der Griff ist eine Geschichte für sich. Ich hatte vor Jahren mal aufeinem belgischen Flohmarkt ein Stück Elfenbein gekauft, dasoffensichtlich mal in einer Art Stilleben verbaut war. Am unteren Endewar ein kleiner Pin eingeklebt, mit dem das Stück mal an einer Skulpturoder Trohäenwand befestigt war. Das Stück hatte einen Haarriss, derkomplett durchging, deshalb hatte ich es eigentlich abgeschrieben und es lag ganz unten in der Materialkiste. Bei der Suche nach einem Griff fürdie schöne Klinge, fiel es mir dann wieder in die Hände. Von der Proportion und Krümmung passte es ganz gut, also habe ich mal etwasNeues versucht. Ich habe das Stück entlang des Risses aufgespalten, diePassung für den Erl gefeilt und dann das Ganze wieder mit Endfest 300verpresst. Das Einarbeiten der Aussparung für den Erl war noch nie soeinfach :). Der Pin ging durch bis zur Mitte des Zahns, ich habe es dann
    einfach so gelassen und die Stelle übergeschliffen.


    Zur Sicherheit habe ich eine echte Zwinge draufgesetzt, da dürfte auchauf Dauer nichts aufgehen. Die Zwinge ist aus Damast, aber nicht geätzt.Ich überlege noch, ob ich sie brünieren soll.



    Ich habe das Messer geleich mit zur Jagd genommen und am 2. Abend hatteich eine Nachsuche, bei dem mir das Messer aus dem Gürtel gerutscht ist. Glücklicherweise habe ich es am nächsten Tag bei Licht wiedergefunden,aber die Nacht war sehr feucht und die Nässe hat ihre Spuren auf der Klinge hinterlassen. Durch die Lederscheide ist sie fleckig geworden.
    Also direkt richtig eingeweiht.



    Arno hat mir dann noch eine sehr schöne schlichte Scheide dafür gebaut - jetzt rutscht nichts mehr raus.



    Danke fürs Schauen

    Puukkos sind ja scheinbar gerade in. Ich fand diesen Archetyp von
    Messern auch immer schon sehr ansprechend. Ähnliche Formen sind ja schon
    vor dem Jahr 800 nachgewiesen worden - das spricht für ein ausgereiftes
    Werkzeug.


    In Solingen bin ich länger in der skandinavischen Ecke rumgestromert,
    bin aber nicht so richtig fündig geworden. In der ersten Etage hatte JJ
    Tritz aber ein sehr schönes auf dem Tisch liegen, klein, handlich und
    mit Birkenrinde am Griff. Da war ich aber nicht entscheidungsfreudig
    genug und es hat mir einer vor der Nase weggeschnappt.


    Also eins nachbestellt und gestern lag das Messer in der Post.


    8,5cm Klinge aus 1.2516 Stahl, Griff aus Birkenrinde. Klassische Scheide mit Holzkern.


    Ich bin schon sehr gespannt, wie sich der Griff im Alltag so schlägt, so fühlt er sich genial an.


    Danke fürs Schauen

    Hier mal ein Messer von Daniel Boll. Die "einfachen " Messervon ihm mag ich fast am Liebsten.


    Wobei einfach relativ ist. Genialer Schwung in der Klinge, genau ausgeschnittenes Griffmaterial, dabei die natürliche Varianz genutzt, um einen extrem handlichen Griff zu formen. Gleichmäßiger Griffüberstand - daran versuche ich mich auch gerade. Wie schwer so etwas ist, weiss man immer erst, wenn man sich selbst daran versucht hat. Dann weiss man so etwas auch noch mehr zu schätzen.


    Die nackten Tatsachen: 11,5cm Klinge aus 1.2442. 12cm Griff mit Schafhorn belegt und mit Silberpins vernietet. Ich habe es schon etwas gebraucht, ist mein derzeitiges Lieblingsmesser.


    Danke fürs Schauen

    Hallo,


    Küchenmesser sind eigentlich nicht so meine Baustelle - einfach, leicht nachzuschärfen und gut is - wie der Westfale sagt. Ich konnte mich da noch nie zu teuren Customs durchringen und wenn ich mir selbst eins gemacht habe, hatte ich auch nicht so super viel Sorgfalt an den Tag gelegt.


    Mathias Maresch hatte mir aber eine sehr schöne Klinge überlassen und die sollte natürlich auch angemessen verarbeitet werden.


    Herausgekommen ist ein nettes Küchenmesser in einer Größe, die auch meine Frau benutzt.


    Ein paar Daten: 13cm Klinge aus C145 soweit ich weiss. Die Montur ist aus selbst gedengeltem Kettensägendamast und der Griff ist aus Kampferholz.


    Das Holz habe ich zum ersten Mal verarbeitet. Es ist recht weich und leicht, etwa wie Birke. Beim Verarbeiten riecht die ganze Werkstatt wie eine Apotheke, aber nicht unangenehm.


    Gruß


    Uli



    Hallo Christian,


    du weisst ja, wie das mit GEbrauch von teuren Messern ist - irgendwann muss man nicht mehr alle mit in den Wald nehmen ;)


    Gruß


    Uli


    Hallo Uli!
    Das Griffmaterial ist einfach der Hammer. So weit ich weiß ist Heinrich Schmidbauer selbst Jäger, da weiß man wie man gute Jagdmesser zu bauen hat. Auch die Damasteel Klinge passt hier hervorragend zum Griff.Gratulation,ein starkes Messer. Hast Du es schon gebraucht?


    Dizzy

    So, endlich das Erste.


    Kleines Jagdmesser von Heinrich Schmidbauer.


    19,5 cm lang, Klinge aus Damasteel 9,5cm lang
    Der Griff ist aus aussergewöhnlich schönem fossilem Walrosselfenbein, die Monturen sind auch aus Damasteel.
    Die Klinge ist knapp unter 3mm stark und schmidbauertypisch sehr dünn ausgeschliffen.


    Danke fürs Schauen.


    Gruß


    Uli








    Schöne Idee, diese Plattform.


    Als ich diese Woche gedraftet wurde, habe ich mich direkt angemeldet. Und jetzt ein paar Worte zur Vorstellung.


    Ein Faible für Messer hatte ich schon seit früher Kindheit. Wenn man auf einem Hof und in einem Jägerhaushalt aufwächst, bleibt das auch nicht aus.
    Zur richtigen Sammelei bin ich erst so seit ca. 15 Jahren gekommen. Vorher war es mal hier ein Puma, oder ein anderes mehr oder weniger gutes Messer.
    Mein Schwerpunkt liegt auf geschmiedeten Jagdmessern, mit dem einen oder anderen Ausflug in andere Bereiche.


    Mei Haupthobby ist allerdings die Jagd und die damit verbundene Pflege meines Reviers. Da zur Zeit eher eine aktive Jagdzeit ist, werde ich hier auch erst mal noch nicht so viel beitragen können. Ich bin dann lieber draussen :) Im Laufe der Zeit werde ich abersicher das eine oder andere zeigen.


    Viele Grüße


    Uli