Brotmesser

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    • Hallo Zusammen,

      ich hatte dieses Projekt schon länger auf dem Schirm...ein Brotmesser...primär...aber es sollte auch die Butter verteilen können oder auch für gewöhnliche "Schnippelarbeit" herhalten können. Das Ergebnis seht Ihr nachfolgend: Ein feiner Wellenschliff, nicht zu grob und dennoch die Schneide auf Rasieschärfe getrimmt. Ich bin gespannt, wie sich das Messer im Einsatz schlägt. Weiter unten stehen die technischen Daten, zunächst aber die Bilder:











      Ich habe den Wellenschliff recht fein ausgeführt um das Messer auch für andere Schneidarbeiten verwenden zu können. Da man beim Brotschneiden normalerweise eher eine sägende Bewegung ausübt, ist der Griff recht hoch gezogen, so dass die Schneide bequem auf dem Schneidebrett aufsetzen kann. Im vorderen Bereich habe ich den Wellenschliff nicht angebracht und eine recht runde Spitze belassen...somit kann man mit dem Messer auch bequem Butter verstreichen oder auch drückend arbeiten. Die Klinge ist selektiv gehärtet, Ölhärtung, angelassen bei 180 Grad, man kann im hinteren Teil der Klinge die Umwandlungslinie erkennen. Beim Anbringen des Wellenschliffs habe ich mit einer Diamant-Schlüsselfeile gearbeitet...ich hatte es auch mit einer Sägekettenfeile versucht: Unmöglich damit! Trotz der hohen Härte hat sich der Stahl wenn es ganz dünn wird verbogen und ist nicht ausgebrochen...hat mir sehr gut gefallen.

      Die Daten des Messers sind:
      Stahl: 1.2235 mit 3mm Dicke / Gesamtlänge des Messers:...405 mm / Länge bis Griff: 285 mm / Grifflänge: 120 mm / Griffstärke: 12 mm / Klinge satiniert (2000 er Schmirgel)
      3x Bronzepins in 3 mm halten das stabilisierte Olivenwurzelholz / Als Kleber habe ich dieses Mal Stabilit verwendet...er scheint mir sehr dauerelastisch zu sein...zudem passt die Farbe (cremefarben) sehr gut zum Holz...bin gespannt wie er hält.

      Ich hoffe das Brotmesser gefällt euch und ihr dürft gerne auch Kritik üben...

      LG Ralf
      Bilder
      • Bild7_2016-11-13-2.JPG

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    • Hallo Jürgen,
      Danke für dein Feedback. Heute morgen war es im Einsatz und ich werde den Wellenschliff noch 15mm weiter nach vorne fortsetzen. Hat gut geklappt mit dem frischen Brot, ergibt feine, sauber geschnittene, gerade Scheiben...auch am Ende wenn man das Stück Brot kaum noch halten kann. Was ich noch machen werde: Die Sägezähne spitzer, die sind mir momentan noch unten zu rund. Aber es hat auch so schon sehr gut funktioniert. Mit dem feinen Zahn ist es so wie mit einer Puksäge im Vergleich zu einer Holzsäge? Musst etwas mehr sägen, dafür wird es ein sauberer Schnitt.

      Gruß Ralf
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    • Hallo Ralf,

      ich möchte nicht wissen, wie lange Du an dem Messer gearbeitet hast. Alleine die Zahnung von Hand so gleichmäßig anzubringen ist, ein unbeschreiblicher Arbeitsaufwand. Das Griffholz zeigt durch Deine Behandlung eine sehr schöne Maserung.
      Der Sitz und die Form des Griffes sind genau richtig um damit sauber arbeiten zu können.
      Ein rundum gelungenes Brotmesser, dass auf jedem Frühstückstisch ein Eyecatcher sein wird.

      Gruß
      Rolf
      Das einzige Paradies, das Dir keiner nehmen kann, ist das Paradies in Deinen Erinnerungen.
      Trete nie in die Fußstapfen eines Anderen, sonst wirst Du nie eigene Spuren hinterlassen
    • Moin Ralf,

      boah was für eine Wucht!!! Wenn denn ein Brotmesser, so muss es auch so dimensioniert sein, dass man große Leiber ganz einfach damit zerteilen kann... Dein Brotschwert passt genau in dieses Anforderungsprofil und ich stelle mir grad bildlich vor, wie es so nen großes Krustenbrot anhand des Eigengewichts atomisiert...

      Ralf ich will mir wie die anderen auch garnicht vorstellen, wieviel Schleifleinen, Schweißperlen und Gehirnschmalz da von nöten waren, um so ein riesen Projekt so sauber und fein in der Ausführung zu realisieren... Einfach gigantisch.

      Dabei passt es sehr schön zu deinem vorrigen Butterstreicher, wertet jede Küche im höchsten auf und macht das Brotschneiden zum Erlebnis.

      Schönen Gruß

      Christian
      Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann. (Antoine de Saint-Exupéry)