wegen seinem Opa...

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    • wegen seinem Opa...

      Hallo,
      mir fehlt ja immer die Zeit. Ein befreundeter Jäger kam mit dem Wunsch nach einem Messer zu mir. Bei dem Gespräch über die Ausführung landeten wir natürlich bei der Stahlfrage und er zeigte seine Messer. Das Beste war ein Mora. Meine Frage warum so schlechter Zustand...warum nicht scharf usw. wurde ausweichend beantwortet. Ich fragte nach dem Beruf von Vater und Opa. Der Opa war Tischler. Am Schluss meiner Standpauke war das Ziel klar: 1.2442
      Damit er die Liebe zum "Werkzeug" entwickelt, forderte ich ihn auf etwas vom Opa bringen. Er brachte er mir einen alten Stechbeitel. Diesen habe ich nun umgeschmiedet und ein kleines Messer gefertigt. Keins zum Gebrauch (obwohl durchaus möglich) sondern eben zur Erinnerung an den Opa. Wer nickt heute schon noch ab? Ich habe bewusst auf ein sauberes Finish verzichtet und etwas Schmiedehaut und Stechbeitelurform gelassen.
      Es soll ja zur Erinnerung sein.
      Eine Hülse im Griff versenkt und fertig ist das Teil. In einer richtigen Männerhand liegt das Messer fest.
      Zeigen wollte ich es eigentlich nicht, da es ja etwas "primitiv" herüberkommt.
      Klinge: Kohlenstoffstahl vom alten Stechbeitel
      Neusilberzwinge
      Teil vom Rehbock
      Patronenhülse
      Rindsleder 2,6mm
      Bilder
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      Mit scharfen Grüßen
      Jörg Zimdahl

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      Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk,
      mach' es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm.
      Friedrich Schiller
    • wegen seinem Opa...

      Hallo Jörg,

      eine gelungene "Erziehungsmaßnahme" und eine tolle Idee!
      Prima umgesetzt und ein Beweis dafür, dass die Wirkung von Worten nicht verpufft, sobald sie mit solch eindrucksvollen Taten verbunden sind.

      Alles Gute

      Edwin
    • wegen seinem Opa...

      Hallo Edwin,
      ich danke für Deinen Beitrag. Er hat es heute abgeholt und nachdem ich ihm erklärt habe, wie früher die Tischlerausbildung ablief...wie man Stechbeitel und Hobel ablegt...und welcher Stellenwert ein gutes Werkzeug für den Handwerker hat, gelobte er Besserung. Das Messer benutzt er sowieso nicht, da es nun die Verbindung zum verstorbenen Opa herstellt. Ziel erreicht! War ja auch ein Geschenk.
      Nun kann ich in Ruhe sein richtiges Jagdmesser machen.
      Mit scharfen Grüßen
      Jörg Zimdahl

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    • wegen seinem Opa...

      Hallo Jörg,

      eine Erinnerungsstück von allererster Güte. So eine Idee muss man erst einmal haben und dann noch so gekonnt umsetzen.
      Das Messer ist rustikal gehalten, voll gebrauchstüchtig und trotzdem ein feines Teil für die Vitrine.
      Auch die Erziehungsmaßnahme ist mehr als notwendig, in der heutigen Wegwerfgesellschaft.
      Klasse

      Gruß
      Rolf
      Das einzige Paradies, das Dir keiner nehmen kann, ist das Paradies in Deinen Erinnerungen.
      Trete nie in die Fußstapfen eines Anderen, sonst wirst Du nie eigene Spuren hinterlassen
    • wegen seinem Opa...

      Hallo Jörg,
      da hast du aus dem Werkzeug ein wirklich schönes Messer werden lassen...die Form der Klinge zum Griff, die Dimensionen...in meinen Augen perfekt. Für mich ist das beeindruckende auch das Umschmieden. Ich hab es mal probiert, da reicht ein falscher Hammerschlag und alles ist schief und verbogen.

      Was mir an diesem Messer auch super gefällt ist der Usercharakter und der super gelungene Übergang zwischen Klinge und Griff. Klasse gemacht Jörg, tolles Messer. Wie wenig du die Klinge nach dem Schmieden bearbeiten musstest.

      Hut ab, tolle Leistung!

      Gruß Ralf
      Nicht verzetteln, bleib beim Ursprünglichen....
      Schreibe eine Mail an Ralf Holzer
    • wegen seinem Opa...

      Also Ralf, ich muss schon sagen: etwas übertrieben.
      Eigentlich wollte ich es ja gar nicht zeigen, da zu simpel. Vom handwerklichen ja nun keine Kunst und trotzdem habe ich mir Gedanken gemacht, wie bringst Du diesen "Messerindenbodenstecker" die Achtung vor einem Werkzeug bei. Als Rechtsanwalt durchaus mit Hirn gesegnet jedoch folgte er den Ratschlägen beim Kauf des Mora. Über seinen Opa habe ich ihn bekehrt und er macht mir jetzt auch den Eindruck, dass er solchen Unfug künftig läßt. Das Messer hat schon einen Ehrenplatz und damit ist meine Aufgabe erfüllt.
      Danke für Deine Einschätzung.
      Mit scharfen Grüßen
      Jörg Zimdahl

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