Ein Moore & Grey Herrenmesser

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    • Hallo Nico,

      ich werde nicht müde es immer wieder zu sagen,
      super Klingenform,
      super Fingerschutz
      und ein Griffholz, dass durch deine Ölbehandlung eine 3D Tiefe zeigt, die einmalig ist
      Klasse

      Gruß
      Rolf
      Das einzige Paradies, das Dir keiner nehmen kann, ist das Paradies in Deinen Erinnerungen.
      Trete nie in die Fußstapfen eines Anderen, sonst wirst Du nie eigene Spuren hinterlassen
    • Bessere Fotos? Na da bin ich ja gespannt...

      Für mich einfach durchweg professionell, von der Präsentation bis zur Verarbeitung, da stimmt alles!!! Bin total vom Design und von dem Holzfinish begeistert... Vielleicht erzählst du uns ja ein bisschen was über die englische Schaftölpolitur :rolleyes:

      Schönen Gruß

      Christian
      Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann. (Antoine de Saint-Exupéry)
    • Christian Trost - SolaceGear schrieb:

      Bessere Fotos? Na da bin ich ja gespannt...

      Für mich einfach durchweg professionell, von der Präsentation bis zur Verarbeitung, da stimmt alles!!! Bin total vom Design und von dem Holzfinish begeistert... Vielleicht erzählst du uns ja ein bisschen was über die englische Schaftölpolitur :rolleyes:

      Schönen Gruß

      Christian
      Moin Christian,
      vielen Dank!
      Die Schäfte aus türkischem Walnussholz werden traditionell mit Leinensamenöl behandelt um so wetterfest zu werden und damit auch die Maserung besse zur Geltung kommt.
      Dabei hat jede Firma so ihre eigene Rezeptur.
      Grundbestandteil der englischen Schaftöle ist "Red root oil" ein mit Schminkwurz gefärbtes Öl auf Leinenöl Basis, dieses gibt dem Holz Tiefe und je nach Wunsch, einen etwas rötlicheren Ton.
      Danach wird mit Leinenöl behandelt, und die Prozedur besteht darin, das Holz ganz dünn mit dem Öl einzureiben, sobald dieses leicht hart wird, mit ordentlich Schmackes mit der Hand in das Holz einzureiben. Danach wird immer wieder nach Bedarf fein geschliffen (so 1500er bis 2000er) und / oder poliert. Zum Polieren verwendet man Bimsstein Staub, dieser sorgt für ganz feinen Abrieb, dieser, vermischt mit dem Öl setzt die Poren zu und sorgt mit der Zeit für eine perfekt, geschlossene Oberfläche.
      Wie schon gesagt, jede Firma hat da ihre eingene Rezeptur, welche seit Generationen weitergereicht wird.
      Wie gesagt, hauptsächlich Leinensamenöl, Bienenwachs, eventuell Canrnauba, manchesmal etwas wie Terpentin, damit das Öl schneller härtet, Schellack....
      Ich habe das Öl von einem ehemaligen Schäfter von Purdey, der sich seit kurzem selbstständig gemacht hat und für alle grossen Londoner Waffenhersteller arbeitet, Purdey, H&H, Westley Richards, Boss, Longthorne, Moore & Grey...
      Ich hatte davor schon ein ähnliches Produkt von CCL probiert, aber da war das Ergebniss nicht Hochglanz, sondern eher matt und auch die Prozedur dauerte länger.
      Bei einem Messergriff sind das so ca. 10 Schichten, bei Schäften kann das deutlich mehr sein.

      Ich mag das, natürlich könnte man das Holz mit Sekundenkleber versiegeln und polieren, oder Tru Oil verwenden, aber ich mag eben die traditionelle Methode und denke, dass das Ergebniss ganz ordentlich ist.

      Beste Grüsse
      Nico
    • Hi Nico,

      ich finde das Messer sehr schön und die Beschichtung des Holzes macht es noch hochwertiger als sie es ohnehin schon sind. Beeindruckend, was man mit diesem Wissen noch an Maserung rauskitzeln kann. Was mir dabei auch sehr gut gefällt ist, dass z. B. Wüsteneisenholz ohne eine solche Oberfläche sehr schnell nachdunkelt. Es wird fast schwarz und verliert mit der Zeit seine Maserung nahezu komplett. Mit einer solchen Technik kann man das sicherlich verhindern.

      Hast du von dem Unternehmen einen Ätzschablone? Wirklich sehr schön das Messer, Kompliment!!!

      LG Ralf
      Nicht verzetteln, bleib beim Ursprünglichen....
      Schreibe eine Mail an Ralf Holzer
    • Hallo Ralf,
      vielen Dank!
      Die Ölpolitur ist vielleicht nicht die robusteste, wobei ich keine Erfahrung mit anderen Holzveredelungen habe. Klar, dass eine auf Hochglanz polierte Fläche eher zu Kratzern neigt als eine naturbelassene.
      Ich denke, dass die Methode sich bewährt hat, sonst würden nicht immer noch Holzschäfte mit dieser Methode behandelt werden und wie man an so manchen Waffen aus dem 19. Jahrhundert sieht, scheint diese Veredelung auch den Test der Zeit zu bestehen.
      Ob das Holz mit der Zeit nachdunkelt, kann ich nicht sagen. Das Walnussholz ist ja bereits seit langer Zeit abgelagert und das Öl zieht doch siemlich tief in das Holz ein.
      Die Ätzschablonen habe ich nach Vorschlag von Moore & Grey geordert.

      Viele Grüsse
      Nico